UNSER EHRENAMTLICHER VORSITZENDER

Aufgewachsen in der Nähe von Leipzig, aufgrund seines Engagements für Andersdenkende im DDR-"Sozialismus" - der diktierte, was der Mensch zu sagen und zu tun hatte - von der STASI verfolgt und bedrängt. Bei Rüdiger Glauch hatte die Diktatur es mit einem Menschen zu tun, der nur das akzeptierte, was ihm sein Gewissen sagte.
 Der Vater ein gläubiger Kommunist, der Onkel Stasi-Offizier. Die Großmutter, die er wegen ihrer Lauterkeit und Aufrichtigkeit liebte, eine bibeltreue Christin, der er gern zuhörte. All das bestimmte seinen Lebensweg.
 Herr Glauch absolvierte eine theologische Ausbildung im sächsischen Altenburg. Wirkungsorte in Leipzig, Potsdam & Brandenburg als Streetworker, Pastor,  Jugendpfleger. Und: er öffnete seine Wohnung für bedürftige Kinder und Jugendliche. Insbesondere gewann er das Vertrauen von Jugendlichen aus schwierigen sozialen Verhältnissen, sprach mit ihnen über ihre Nöte in der Gesellschaft und gab ihnen zu essen. Notübernachtungen, hörte und spürte ihre Sorgen und unterstützte diese jungen Menschen nicht einen "falschen" Weg zu gehen oder in den berüchtigten Jugendwerkhöfen Kasernenhoferziehung erdulden zu müssen. Er wurde zu einem Synonym der Zuflucht in den Kreisen verfolgter andersdenkender, "aneckender" Jugendlicher, und das passte den DDR-Behörden nicht. Die beobachteten ihn mit bis zu 20 Observanten gleichzeitig, verhörten Rüdiger Glauch in ihren Machtzentralen, schmeichelten, drohten, verhöhnten, tobten… Wieder und immer wieder! Sie verstanden seine Auffassung von Mitmenschlichkeit und Barmherzigkeit nicht und wollten ihn einfach nicht verstehen. Sie wollten, dass er kleingläubig, ängstlich und misstrauisch wurde. Sie wollten ihn brechen. Doch etwas anderes geschah...

Getrieben von christlicher Nächstenliebe reiste Rüdiger Glauch nach Tschechien, Bulgarien, Rumänien und half dort bedürftigen Kindern. Er wurde - nach dem Ende der Wende - leitender Mitarbeiter einer christlichen Hilfsorganisation für Osteuropa.

Aber die Kindernot im eigenen Lande ließ ihn nicht unberührt: Er musste etwas tun für die Kinder in der Not -    vor der eigenen Haustür.

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